Beiträge

Gesunde Luft, Gesunder Planet: Inernationaler Tag der sauberen Luft für blauen Himmel

2019 beschloss die UN, den 7. September zum „International Day of Clean Air for Blue Skies” zu deklarieren. Mit dem Corona bedingtem Lock Down gingen Bilder um die Welt die blauen Himmel dort zeigten, wo sonst die Sicht durch verschmutzte Luft sehr stark eingeschränkt ist. Auch wir haben zu diesem Themenfeld einige Beiträge veröffentlicht, wobei nicht nur die konkreten Effekte auf Städte untersucht wurden, sondern auch die Auswirkungen auf die Gesundheit hinterfragt wurden. Lesen Sie hier mehr,

Dieses Jahr stellt die UN den Tag unter das Motto „Healthy Air, Healthy Planet“ und verbindet damit zwei wichtige Aspekte miteinander: Verschmutzte Luft ist zugleich ein Problem für die Gesundheit UND für das Klima.

Einige Luftschadstoffe, wie Ruß, Methan und bodennahes Ozon, sind auch kurzlebige Klimaschadstoffe. Sie sind zum einen für einen erheblichen Teil der durch Luftverschmutzung verursachten Todesfälle sowie für die Auswirkungen auf die Pflanzen und damit die Ernährungssicherheit verantwortlich. Zum anderen wird der Klimawandel zur rund der Hälfte durch  kurzlebige Klimaschadstoffe verursacht. So dass ihre Reduzierung einen gleichzeitigen Nutzen für das Klima hat.

Auch hier müssen im Denken Silos eingerissen werden: Es geht nicht darum, sich um Luftqualität ODER Klimaschutz – oftmals leider nur als CO2 Reduzierung verstanden – zu kümmern, sondern beides gemeinsam anzugehen. Das ist nicht nur eine globale Herausforderung, die nur durch lokale Ansätze gelöst werden kann, sondern bietet Dank moderne Technologien auch große Chancen und Synergieeffekte.

Mit Umweltdaten einen Mehrwert für Bürger bieten

Hawa Dawa gewinnt Leipziger Smart City Challenge „Urbane Umweltdaten – sehen & verstehen“

Hawa Dawa ging als Gewinner aus dem Finale der Leipziger Smart City Challenge „Urbane Umweltdaten – sehen & verstehen“ hervor. Der von Hawa Dawa präsentierte Ansatz zur Fragestellung „Wie können urbane Umweltdaten zielgruppengerecht, innovativ und interaktiv aufbereitet werden?“ wurde von der interdisziplinären Jury der Stadt Leipzig unter Berücksichtigung eindeutig festgelegter Bewertungskriterien zum Sieger gewählt. Die Stadt Leipzig stellt hier die Nutzbarkeit von Umweltdaten durch die Bürger in den Mittelpunkt.

Vor dem Hintergrund wachsender Ansprüche an Daten und Informationen zur Umwelt möchte die Stadt Leipzig das bisherige Informationsangebot mit neuen digitalen Angeboten ergänzen, verbessern und diese in einen interaktiven, digitalbasierten Umweltatlas einbinden.

Gesucht wurde eine digitale Kommunikationsstrategie für Umweltdaten, die unsichtbare Daten sichtbar, leicht verständlich und unterhaltsam der Zielgruppe Öffentlichkeit vermittelt.

Konkret wurde der von Hawa Dawa präsentierte Ansatz an zwei Kernanforderungen gemessen: Der Nutzbarkeit durch und dem Mehrwert für die Bürger Leipzigs und die Integrationsfähigkeit in die aktuelle und geplante Informations- und Dateninfrastruktur der Stadt Leipzig. Dazu waren zum einen nutzerorientierte Kriterien wie mediendidaktische und zielgruppengerechte Aufbereitung, userorientierten Designs bis hin zur Barrierefreiheit zu erfüllen. Zudem musste die Lösung die Erweiterbarkeit um zusätzliche Umweltthemen, einer nachhaltige Datenstruktur und die Integration der städtischen Geodateninfrastruktur berücksichtigt werden, wobei gleichzeitig praktische Aspekte wie geringer Pflegeaufwand für Aktualisierungen und die Verknüpfung mit der Webseite der Stadt Leipzig zu beachten war. Leipzig suchte nach einer Lösung, die dauerhaft in ein umfassendes Umweltinformationssystem integriert werden kann.

Karim Tarraf, CEO, führt aus: „Leipzig setzt hier den Fokus klar auf dem Mehrwert, den die Bürger aus den aufbereiteten Informationen ziehen können. Nicht mehr die Messtechnik und die puren Daten stehen im Mittelpunkt, sondern deren Nutzen, so dass die Bürger in die Lage versetzt werden, bewusste und informierte Entscheidungen zu treffen. Damit geht Leipzig den nächsten Schritt von Smart City hinzu ‚Smart Citizens‘ und macht unsere Vision, Umweltdaten als wichtigen Aspekt unserer Entscheidungsfindung zu etablieren, in Leipzig zu Realität. Eine Realität, die aufgrund der Architektur unserer Lösung auf andere Städte übertragen und entsprechend skaliert werden kann.“

Mehr zum Innovationswettbewerb hier

Gesundheit für uns und unseren Planeten

Heute ist „Earth Day“: Zeit, sich an unsere ehrgeizigen Ziele zur Reduzierung der Treibhausgase zu erinnern. Wir können stolz darauf sein, wie prominent das Thema CO2-Fußabdruck in den Medien und in öffentlichen Diskussionen behandelt wird. Darüber hinaus müssen wir uns im Klaren sein, dass Rußpartikel und bodennahes Ozon, die i.d.R. den Luftschadstoffe zugeordnet werden, auch als Klimaschadstoffe gelten. Sie gehören zur Gruppe der „Kurzlebigen Klimaschadstoffe“ (SLCPs). Warum werden sie „kurzlebig“ genannt? Ihre atmosphärische Lebensdauer ist ein Bruchteil der von CO2. Dies ist sowohl eine Bedrohung als auch eine Chance: Maßnahmen zur Eindämmung von SLCPs erzeugen ihre Wirkung innerhalb von Wochen, während Methan- und CO2-Minderungsmaßnahmen Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte erfordern.

Wenn wir uns also gegen Luftverschmutzung vorgehen, bekämpfen wir Ursachen, die sowohl unserer Gesundheit UND unserem Klima schaden. Laut WHO und UNEP wird die Eindämmung des Klimawandels nur möglich sein, wenn SLCPs und CO2 gleichzeitig angegangen werden.