Schlagwortarchiv für: Gesundheit

Das ganze Bild sehen: Von der Verbesserung der Luftqualität durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19 Virus bleibt netto weniger

Auch wenn durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona Virus viele Verursacher von Luftverschmutzung (fast) zum Stillstand gebracht haben, sind die Effekte in den Trends der Messstationen nicht so deutlich zu sehen wie manch einer vielleicht erwartet hätte. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, nennt Dr. Birgit Fullerton, Head of Data Sience bei Hawa Dawa, mögliche Gründe, warum bei der Luftschadstoffkonzentration im Gebiet des Münchener Flughafens die Effekte des Lock-downs nicht deutlicher und nachhaltiger erkennbar sind (Süddeutsche Zeitung „Am Flughafen hört man jetzt die Spatzen zwitschern“). Weiterlesen

Welchen Einfluss hat Luftverschmutzung auf das COVID-19 Mortalitätsrisiko?

Während die Welt ihre volle Aufmerksamkeit auf den aktuellen Ausbruch des Coronavirus gerichtet hat, scheinen andere Themen, über die wir uns bezüglich unserer Gesundheit sorgen, derzeit für viele von uns fast irrelevant zu sein. Es gibt jedoch einen Faktor, der nicht ignoriert werden sollte- möglicherweise nicht einmal bei der Betrachtung der Überlebensraten von COVID-19: Luftverschmutzung. Es ist zwar noch zu früh, um die Faktoren, die die Überlebensraten von COVID-19 in verschiedenen Regionen der Welt beeinflussen, eindeutig zu bewerten, doch gibt es eine Vielzahl an Hinweisen, die die Hypothese fördern, dass die Luftverschmutzung eine bedeutende Rolle spielen könnte. Weiterlesen

Weniger NO2 auf den Satellitenbildern bedeutet nicht automatisch gesündere Luft

Experten mahnen zur Vorsicht bei der Interpretation von Satellitenbildern. Sie ersetzten keine Schadstoffmessungen nah am Boden, zeigten also nicht, welche Qualität die eingeatmete Luft aufweise, hieß es. Vielmehr sei dort der Schadstoffgehalt in der „Luftsäule“ von unten bis oben erfasst. „Sie sind ein Indiz, jedoch kein Beweis“, sagte Ute Dauert, Fachgebietsleiterin beim Umweltbundesamt. Weiterlesen

Italienische Wissenschaftler sehen einen Zusammenhang zwischen hoher Feinstaubbelastung und der schnellen Verbreitung des Coronavirus in der Po-Ebene

Ein italienisches Wissenschaftlerteam geht in ihrer Studie, für die sie die Feinstaub-Messwerte (PM-10) der Überwachungsstationen der Umweltschutzbehörden auswerteten und mit den bestätigten Covid-19-Fällen verglichen, davon aus, dass Viren auf Smogpartikeln und insbesondere Feinstaubpartikeln bis zu mehreren Tagen und Wochen in der Luft bleiben und reisen können. Sie haften durch Koagulationsprozesse an den Partikeln, die Inaktivierung steigt mit der Temperatur und der Sonneneinstrahlung, während höhere Feuchtigkeit die Viralität länger erhält. 

Die Wissenschaftler sehen eine Korrelation „zwischen der Überschreitung der gesetzlichen Grenzwerte für PM10-Konzentrationen im Zeitraum vom 10. Februar bis 29. Februar und der Anzahl der mit COVID-19 infizierten Fälle, die bis zum 3. März erfasst wurden“.

Die Feinstaubbelastung ist am höchsten in der Po-Ebene. Die italienischen Wissenschaftler verweisen auf mehrere Untersuchungen. Nach einer Studie kann die Vogelgrippe über Sandstürme verbreitet werden. Der Humane Respiratorische Synzytial-Virus (HRS) infiziert Säuglinge und Kleinkinder, die Übertragung hängt nach einer Studie auch mit der Feinstaubkonzentration zusammen.

Nach einer chinesischen Studie gab es einen Zusammenhang zwischen der Zahl der Masernfälle in 21 Städten und der Höhe der 2,5PM-Feinstaubkonzentration, eine weitere stellte einen solchen Zusammenhang in Lanzhou fest. Den kompletten Beitrag von Florian Rötzer, erschienen auf Heise online, finden Sie hier  Mehr zu Feinstaub (PM2.5 und PM10)

Was wir für die Luftqualität aus den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona Virus lernen sollten

In seinem in Ends Europe erschienen Artikel zitiert Richard Weyndling europäische Experten sowie Gesundheits- und Umweltaktivisten, die sich einig sind, dass die Auswirkungen, die Covid-19-Beschränkungen auf die Luftqualität in Europa haben, für ein konsequenteres Vorgehen gegen die Umweltverschmutzung sprechen. Greenpeace Spanien hat gestern Daten veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass die NO2-Werte in Barcelona und Madrid seit der Einführung von Verkehrsbeschränkungen am 15. März deutlich gesunken sind. So sank der durchschnittliche NO2-Wert von Überwachungsstationen in ganz Madrid von über 60 µg/m3 am 10. März auf 15 µg/m3 eine Woche später. Weiterlesen