Smarte Städte für Smarte Bürger

Neue Technologien ermöglichen einen neuen Level für Bürgerinformation und -partizipation

Bürgerinformation kommt immer stärkere Bedeutung zu: Zum einen, weil heutige Informationsmedien einen neuen Standard geschaffen haben, was als üblicherweise verfügbare Information erwartet wird, zum anderen, weil Betroffene sich gerade bei drängenden, wichtigen Themen gerne selbst eine Meinung bilden möchten, die auf aktuellen Informationen basiert.

Für Kommunen spielt daher das Informationsmanagement zunehmend eine wichtige Rolle. Über ausgewählte, verlässliche Kanäle müssen Fakten verfügbar gemacht werden, um – gerade in den Zeiten von Verschwörungstheorie und “Fake News” – eine seriöse Basis zur öffentlichen Meinungsbildung zu bieten. Konsequente Information der Bürgerschaft fördert nicht nur Akzeptanz von Maßnahmen, sondern lässt sich auch in erhöhtes Bürgerengagement umwandeln.

Hawa Dawa’s „Citizen Information“ Produkte“ ermöglichen es Kommunen, Information zur Luftqualität in einer „moderierten“ Weise den Bürgern digital zur Verfügung zu stellen. Dabei kann die Kommune entscheiden, welche Details zu den Luftmessdaten angezeigt werden und in welchem Kontext (z.B. auf einer eigenen Website) sie vermittelt werden. So können Besonderheiten unmittelbar kommentiert, Fehlinterpretationen verhindert und Zusammenhänge erklärt werden. Frei nach der Aussage „man kann nicht nicht kommunizieren“ trifft auch zu „man kann nicht nicht informieren“: Wo Information fehlt, entsteht ein Vakuum, das häufig durch Information aus unzuverlässigen Quellen gefüllt wird.

Ein sehr positives Beispiel ist das Ulmer Projekt im Quartier Eselsberg, das im Zuge des Landesförderprojektes Zukunftskommune@bw umgesetzt wird. Bereits in der Ideen- und Planungsphase wurden die Bürger konsequent einbezogen und im Herbst 2020 im Zuge einer Onlinebeteiligung zu Luft-/Klimasensoren befragt. Die Basis der Bürgerbeteiligung fußt auf einer öffentlichen Website, die ein Hawa Dawa „Citizen Dashboard“ nutzt. So werden Fakten zu Luft und Klima am Eselsberg nicht nur für alle verfügbar, sondern auch im Zusammenhang nachvollziehbar. Sabine Meigel, Leitung der Digitalen Agenda der Stadt Ulm: „Um solche partizipative Prozesse durchführen zu können braucht es öffentlich zugängliche Messreihen und einen Diskurs, welche Rückschlüsse die Bürgerschaft bzw. die Verwaltung aus diesen Messdaten ziehen kann“.

Karim Tarraf, CEO von Hawa Dawa erläutert: „Wir hören oft Bedenken, ob durch die zur Verfügungstellung von Information zur städtischen Luftqualität nicht unerwünschte Diskussionen entfacht werden. Dabei wird nicht bedacht, dass andernfalls die Gefahr besteht, dass diese Informationslücken durch andere – oftmals inadäquate – Quellen gefüllt werden. Das führt nicht nur zur Verunsicherung, sondern kann auch einen erheblichen Vertrauensverlust in die kommunale Verwaltung bedeuten. Der Begriff „Smart City“ sollte mehr als ein Modewort sein und „smarten Bürgern“ dienen – Bürgern, die informiert sind und sich für ihre Stadt engagieren.“

Hawa Dawa gewinnt UN WSA-Award – Die WSA Top 40 nutzen modernste Technologien, um globale Missstände zu bekämpfen und die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu unterstützen

Hawa Dawa ist eines der vier deutschen Startups, die den UN WSA-Preis erhalten haben. WSA zeichnet moderne Technologie aus, die soziale Wirkung und intelligenten Inhalten anwendet, um nicht nur Probleme zu lösen, sondern auch um die Gleichberechtigung, den Zugang zu Informationen und die Inklusion zu verbessern. Die WSA Gewinner 2020 bieten eine bedeutungsvolle Auswahl an weltweiten, nachhaltigen Anwendungen, die zur Erreichung der UN SDGs beitragen – 40 Lösungen aus 26 Ländern wurden ausgezeichnet. Hawa Dawa wurde in der Kategorie „Smart Settlement & Urbanisation“ als eine der fünf besten digitalen Lösungen weltweit ausgewählt.

 Die Liste der WSA Gewinner 2020 ist vielfältig. WSA konzentrierte sich in erster Linie auf Inhalte und Auswirkungen der Lösungen in ihren lokalen Gemeinschaften, nicht nur auf die technische Finesse und das Design. Internationale Experten aus allen Regionen und Bereichen wählten die 40 Gewinner. Die letzte Jury-Phase endete in einem dreitägigen Treffen vor Ort mit den 43 hochrangigen internationalen Experten, die in einem demokratischen und transparenten Prozess über die leistungsstärksten und bedeutungsvollsten Lösungen 2020 entschieden.

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Vorhandene städtische Infrastrukturen für die Messung der Luftqualität nutzen: „Smart Poles“ der Westenergie und Hawa Dawa Messgeräte intelligent kombiniert

Hawa Dawa arbeitet mit der Smart Pole Factory der Westenergie AG zusammen. In einem Projekt des Unternehmens in Essen werden Hawa Dawa Sentience Luftmessgeräte in intelligente Straßenlaternen („Smart Poles“) installiert.

In einer Smart City können Informationen über die Luftqualität den Bürgern echte Mehrwerte liefern und z.B. dabei helfen, die Verkehrsplanung der Stadt zu verbessern. Die Hawa Dawa Luftmessgeräte kommen nun in einem Pilotprojekt der Westenergie zum Einsatz. Gemeinsam mit der Stadt  Essen und der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) testet Westenergie hier intelligente Straßenlaternen. Die sogenannten Smart Poles sind mit Sensorik ausgestattet, die beispielsweise auch den Parkraum erfassen. Neben Feinstaub, Ozon und Stickstoff werden durch die Hawa Dawa Sentience Geräte auch Umweltdaten erfasst. Die Luftqualitätsdaten werden an die Plattform der Westenergie übermittelt, die diese Daten für die Kommunen aufbereitet und für eine übersichtliche Darstellung auf dem Dashboard sorgt. Auf den sechs digitalen Bildschirmen, die an den Smart Poles angebracht sind, können die Informationen über die lokale Luftqualität auch direkt für die Bürger angezeigt werden.

Karim Tarraf, Geschäftsführer von Hawa Dawa, erklärt: „Aus unseren Gesprächen mit Kommunen wissen wir, dass die Initiativen zur „Smart City“ darauf ausgerichtet sind, auf effizientem Weg das städtische Umfeld lebenswerter zu machen. Die Hawa Dawa Lösungen setzen genau hier an: Sie können sowohl in vorhandenen als auch in neuen Strukturen eingesetzt werden, um Informationen zur Luftqualität in effizienter und umfassender Weise digital darzustellen. Die Zusammenarbeit mit der Westenergie in Essen zeigt, wie das in der Realität aussehen kann. Intelligente Straßenbeleuchtung ist ein wichtiges Infrastrukturelement einer Smart City. Darüber hinaus sind unsere Geräte grundsätzlich so konzipiert, dass zur Datenweitergabe das städtische LoRaWan oder GSM genutzt wird. So bringt die Bündelung einzelner Technologien zu ganzheitlichen Lösungen einen deutlichen Mehrwert für Städte und Bürger und stellt die Verbesserung der Lebensqualität in den Mittelpunkt. Lösungsökosysteme sind die Wirtschaftsform der Zukunft. Wir sind grundsätzlich offen dafür, die Daten selbst in unseren Dashboard-Produkten darzustellen oder wie im Falle von Essen die Daten per Schnittstelle (API) zur weiteren Verwendung zur Verfügung zu stellen.“

Hawa Dawa’s Ansatz ist, soweit wie möglich und ausreichend, bestehende Infrastrukturen und Luftqualitätsmessungen zu nutzen, um relevante Informationen zur Luftqualität verfügbar zu machen. Die Darstellung der je nach Anwendungszweck aufbereiteten Luftqualitätsinformationen kann auf einem intuitiv bedienbaren Dashboard oder durch direkte Integration in nachgelagerte Systeme – z.B. zur umweltsensitiven Verkehrssteuerung erfolgen. Wo die vorhandene Datendichte für den Anwendungsfall nicht ausreicht, können durch die Installation von Hawa Dawa Sentience IoT Messgeräten kostengünstig weitere Messpunkte ergänzt werden.

Hawa Dawa und Bernard Gruppe schließen Partnerschaft

Gemeinsame Lösung ermöglicht wichtige Einblicke in die Korrelation von Verkehr und Luftqualität

Hawa Dawa und die Bernard Gruppe aus München, ein international tätiges Familienunternehmen für Ingenieurdienstleistungen, das seit Jahrzehnten als Experte für Verkehrszählungen und -analysen gilt, schließen eine Partnerschaft, um ihren Kunden eine Lösung zu bieten, die es erlaubt die Korrelation zwischen Verkehr und Luftqualität zu analysieren.

 Die gemeinsame Lösung baut auf den etablierten Geräten beider Firmen zur Verkehrszählung bzw. Luftschadstoffmessung auf und ermöglicht eine Korrelation von lokalen Verkehrsdaten mit Luftqualitätsdaten. Auf diese Weise wird aus den beiden Datenquellen wertvolle Information generiert und die Daten in Bezug zueinander gesetzt, so dass konkrete Entscheidungen und Aktionen abgeleitet werden können. Einerseits entstehen tiefere Einblicke in den Einfluss des Verkehrs auf die Luftqualität an konkreten Standorten, andererseits können Muster und Maßnahmen für kritische Szenarien herausgearbeitet werden können. So sollen die komplexen Zusammenhänge aus Luftqualität, Verkehr und Klima mit Daten und Analysen intuitiv erfassbar gemacht und Effizienzgewinne bei der Erarbeitung und Umsetzung von intelligenten Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität erzielt werden.

Die gemeinsame und anwendungsspezifisch integrierte Darstellung der Ergebnisse erfolgt auf einem intuitiv bedienbaren Dashboard bzw. über eine API.

Frank Felten, Head of Product and Partner Management bei Hawa Dawa, erklärt: „Wir haben einen Partnervertrag geschlossen, der es beiden Parteien ermöglicht die o.g. Gesamtlösung an Kunden zu vertreiben. In einer deutschen Landeshauptstadt läuft das System bereits. Dank der Partnerschaft steht die gemeinsame Lösung ab sofort auch allen Bestandskunden unserer beiden Firmen zur Verfügung und kann in laufende Verträge einfach ergänzt werden.“

Über die Bernard Gruppe

Die BERNARD Gruppe ist ein unabhängiges, fachlich spezialisiertes und international tätiges Unternehmen für Ingenieurdienstleistungen. Die Unternehmen der BERNARD Gruppe sind an 18 Standorten weltweit, unter anderem in München, Wien und Hall in Tirol, ständig präsent. Darüber hinaus werden internationale Projekte in enger Kooperation mit lokalen Partnern umgesetzt. Auf diese Weise wurden aktuell bereits Projekte in mehr als 40 Ländern von über 400 Mitarbeitern verwirklicht. Alle interdisziplinären Unternehmen der BERNARD Gruppe sind in den Geschäftsfeldern Energie, Industrie, Infrastruktur und Mobilität, stets nach dem Leitsatz „Ingenieure mit Verantwortung“, tätig. (www.bernard-gruppe.com)

Zum European Clean Air Day – kostenlose Testphase von 4 Monaten

Hawa Dawa startet die Smart Air City Kampagne 2020

Hawa Dawa startet pünktlich zum Aktionstag der European Clean Air Initiative (https://cleanairday.eu/) am 15.10.2020 die diesjährige Smart Air City Kampagne:

1 – Ein Ziel: Saubere Luft

2 – Zwei Sentience Luftmessgeräte kostenlos

3 – In drei Städten

4 – Für vier Monate

Bewerbungen sind ab sofort möglich. Weiterlesen

Stadt Ulm entscheidet sich für die Technologie von Hawa Dawa

Hawa Dawa wird Teil des Projektes zukunftskommune@bw der Stadt Ulm 

Hawa Dawa erhielt den Zuschlag innerhalb der öffentlichen Ausschreibung zur Beschaffung von LoRaWan-fähigen Luft-/Klimasensoren im Projektgebiet Eselsberg in Ulm. Innerhalb des Projektgebietes wird Hawa Dawa ein Netzwerk aus mehreren Sentience Luftqualitätsmessgeräten installieren, aus den Messwerten eine flächendeckende Darstellung entwickeln und die Daten via API in die im Aufbau befindliche Ulmer Datenplattform einspeisen und als offene IoT-Daten zur Verfügung stellen.

Hawa Dawa trägt damit zum Pilotprojekt Luft-/Klimamessungen am Eselsberg im Zuge des Förderprojektes zukunftskommune@bw bei, das Ende 2019 vom Ulmer Gemeinderat beschlossen wurde. Ziel des Pilotprojekts ist es, erstmalig in einem Quartier der Stadt Ulm ein eigenes kleines Messnetz an Sensoren aufzubauen und damit den Grundstein von eigenen, für alle offen zugänglichen IoT-Luft- und Klimazeitseriendaten zu legen. Begleitet wird das Projekt von Informations- und Austauschformaten für die Öffentlichkeit und die Verwaltung. Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist die partizipative Entwicklung einer offenen und zentralen Datenplattform bis September 2021 als neue städtische Infrastruktur und damit Grundlage für digitale Dienste und Lösungen in verschiedenen Anwendungsgebieten.

Karim Tarraf, Geschäftsführer von Hawa Dawa führt aus: „Die Stadt Ulm nimmt mit diesem Projekt sicherlich eine Vorreiterstellung ein. Im Sinne von ‚Smart City for Smart Citizens‘ stellt Ulm die Partizipation der Bürger in den Mittelpunkt. Da Luftqualität Einfluss auf viele Lebensbereich von Gesundheit über Mobilität zu genereller Lebensqualität hat, freuen wir uns, dass Ulm Luftqualität konkret in das Projekt aufnimmt und damit zeigt, dass Ulm dem Vorhalten von kleinräumigeren Luft-/Klimadaten in der Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels Bedeutung beimisst. Unsere Produkte bilden die ideale Basis, um diese Anforderungen abzudecken.“

Hawa Dawa ist „Digitales Startup des Jahres 2020“

Hawa Dawa wurde während der IFA in Berlin mit dem Preis „Digitales Start-up des Jahres 2020“ ausgezeichnet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) verleiht diesen Preis jährlich an erfolgversprechende junge Digitalunternehmen aus den BMWi-Gründungsinitiativen, die sich bereits am Markt etabliert haben. Die Auszeichnung würdigt Start-ups, die ihre Gründungsideen in kurzer Zeit besonders erfolgreich umgesetzt haben und erfolgversprechende Konzepte für weiteres Wachstum verfolgen.

Die Auswahl der Preisträger erfolgte mit Unterstützung einer unabhängigen Jury von Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Dabei wurden die hohe Alleinstellung des Produkt- bzw. Dienstleistungsportfolios, die Wachstumsperspektiven in den Zielmärkten, die unternehmerische Leistung bei der bisherigen Umsetzung der Gründungsidee und das Managementpotenzial für eine weitere erfolgreiche Unternehmensentwicklung bewertet.

In ihrer Laudatio hob Frau Prof. Dr. Heike M.Hölzer besonders das klar abgegrenzte Produkt und seinen umfassenden Markt- und Anwendungsbereich hervor – von Transport, Mobilität und Stadtplanung bis hin zu Immobilienwirtschaft und Gesundheitsmanagement. In all diesen Bereichen sei die Lösung von Hawa Dawa unmittelbar handlungsrelevant. Die wissenschaftliche Motivation von Hawa Dawa, datenbasiert bessere Entscheidungen zu ermöglichen, sei die Voraussetzung für eine bessere Zukunft für alle.

Hawa Dawa etabliert lokales Netzwerk zum Messen der Luftqualität in Seelze

Hawa Dawa wurde von der Stadt Seelze mit der Errichtung eines lokalen Netzwerks aus IoT (Internet of Things) Messgeräten beauftragt. Insgesamt drei Hawa Dawa Sentience Luftmessgeräte werden an von der Stadt Seelze als sinnvoll identifizierten Stellen stündliche Werte zur Stickstoffdioxid (NO2), Ozon (O3), und Feinstaub (PM2.5 und PM10) liefern.

 Die Stadt Seelze mit 36.000 Einwohnern grenzt mit einer Fläche von 54 Quadratkilometern direkt westlich an die Landeshauptstadt Hannover. Im Stadtgebiet Seelze existieren keine dauerhaft installierten öffentlichen Messstationen. Temporäre Messungen ergaben zwar keine Überschreitung des offiziellen Grenzwerts für NO2 von 40,0 µg/m3. Dennoch ist sich die Stadt Seelze der gesundheitlichen Risiken durch verschmutzte Atemluft auch unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes bewusst und hat beschlossen, diese Problematik aktiv anzugehen. Dazu gehört im ersten Schritt, sich Klarheit über die aktuelle Luftqualität zu verschaffen.

 Die Hawa Dawa Lösung für Seelze stellt die ermittelten Messwerte Echtzeit-nah in digitaler Form auf einem interaktiven Dashboard dar. Monatliche Berichte liefern tiefergehende Erkenntnisse zu Mustern und zeitlichen Verläufen unter Berücksichtigung von Temperatur– und Winddaten. Durch den Einsatz von Hawa Dawa IoT Luftmessgeräten ist Seelze in der Lage, unter Berücksichtigung lokaler Erfordernisse selbst die Orte zu bestimmen, an denen die Messungen vorgenommen werden. Das von Seelze genutzte Hawa Dawa PRO Dashboard ermöglicht, durch eine Heatmap Anzeige zusätzlich flächendeckend Erkenntnisse zur Luftqualität in Seelze zu gewinnen – besonders interessant sind schließlich Auskünfte zu den Orten, an denen sich Menschen aufhalten und nicht nur zu den Messstellen.

Karim Tarraf, Geschäftsführer von Hawa Dawa erläutert: „Viele kleinere bis mittelgroße Städte sind in der Situation von Seelze, dass es keine öffentlichen Messstationen gibt. Zur Beeinträchtigungen der Luftqualität durch Verkehr und andere Emittenten liegen den Verantwortlichen keine aktuellen Informationen vor. Wir sind der Überzeugung, dass Fakten zur lokalen Luftqualität eine Grundvoraussetzung sind, um effiziente Maßnahmen gegen Luftverschmutzung und zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen. Hier reichen bloße Messungen nicht aus, sondern es ist zwingend nötig die Daten im Kontext zu analysieren. Wir freuen uns, die Stadt Seelze bei ihrem Vorhaben zu unterstützen.“

Hawa Dawa liefert datenbasierte Entscheidungsplattform zur Minderung städtischer verkehrsinduzierter Emissionen in Mainz

Bessere städtische Luftqualität braucht keine drastischen Maßnahmen – aber eine aussagekräftige Datenbasis für Entscheidungen

Hawa Dawa wurde von den Stadtwerken Mainz mit einem Projekt beauftragt, das vor allem durch seinen starken Innovationscharakter, der Schaffung einer nachhaltigen datenbasierten Entscheidungsbasis, sowie der klaren Fokussierung auf Ergebnissen gekennzeichnet ist: Auf Basis von Luftqualitätsdaten, datenbasierten Analysen, sowie Prognosen wird Hawa Dawa sukzesssive Maßnahmen zur Verbesserung der städtischen Luftqualität vorschlagen, Maßnahmen mit Leuchtturmcharakter aufgrund ihrer prognostizierter Wirkung priorisieren und mit Erfolgsmessung evaluieren. Dafür wird eine intelligente Infrastruktur zur Erfassung von Umwelt- und Verkehrsdaten aufgebaut, sowie eine Datenplattform zur Auswertung bereitgestellt.

Mit einer Bevölkerungszahl von ca. 215.000 Menschen auf einem Areal von knapp 100 Quadratkilometern ist Mainz eine dichtbesiedelte Stadt. Die gewachsene Stadtstruktur sowie der zunehmende Verkehr stellen die Stadt vor Herausforderungen in Bezug auf die Luftqualität. Die Konzentrationen der Stickstoffdioxidimmissionen resultieren insbesondere aus den Emissionen des Straßenverkehrs (Nutzfahrzeugen LKW, Busse des ÖPNV und PKWs mit Dieselmotor). Im hohen Maß ist das Anfahren und Abbremsen für erhöhte Emissionen verantwortlich. Dementsprechend kann eine Verflüssigung des Verkehrs zu einer Verringerung der Emissionswerte – bei gleichem Verkehrsaufkommen – führen. Dies kann durch dynamische Maßnahmen erreicht werden, die jedoch von der jeweiligen städtischen Situation abhängig sind. Das Optimierungspotential ist vielschichtig – die Konzeption erfordert allerdings eine bis dato nicht vorhandene Datenbasis. Der ganzheitliche Ansatz von Hawa Dawa integriert Luftqualitätsdaten unter Berücksichtigung weiterer Einflussfaktoren in eine datenbasierte Plattform zur Optimierung des städtischen Verkehrs. Auf diese Weise erhält die Stadt Mainz die nötigen Informationen um, gesundheitsschädlicher Emissionen zu mindern und die Luftqualität nachhaltig zu verbessern, ohne auf drastische und undifferenzierte Maßnahmen, wie z.B. generelle Fahrverbote oder Sperrungen, zurückgreifen zu müssen.

Hawa Dawa als Partner liefert hier eine umfassende Lösung, die von der Erhebung der Daten, zum Teil mit proprietäreren IoT Messgeräten, über Analyse der umfangreichen Datenbasis bis hin zu Modellierung und dynamischen Prognosen reicht. Das intuitive Webinterface zu Darstellung der Ergebnisse ermöglicht den Entscheidungsträgern auf einfache Weise tiefergehende Einsichten zu gewinnen. Auf dieser Datenbasis unterstützt Hawa Dawa’s interdisziplinäres Team mit Experten zum Thema umweltsensible und luftschadstoffreduzierte Verkehrssteuerung die Stadt Mainz bei der Auswahl „sanfter Maßnahmen“. Hierzu werden zunächst Problemgebiete und -routen identifiziert und mögliche Maßnahmen aus der Datenbank der Bundesanstalt für Straßenverkehr auf ihre Anwendbarkeit und Wirkungen auf die speziellen örtlichen Gegebenheiten bewertet. Hawa Dawa verzichtet dabei bewusst auf drastische und undifferenzierte Maßnahmen, sondern verfolgt einen dynamischen und ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die volle Breite vom möglichen Mobilitätskonzepten als auch die Auswirkungen auf benachbarte Areale berücksichtigt.

Karim Tarraf, Geschäftsführer von Hawa Dawa erläutert: „Viele Kommunen stehen vor dem Dilemma, dringend an der Verbesserung der Luftqualität arbeiten zu müssen, aber gleichzeitig drastische Maßnahmen vermeiden zu wollen, um die Lebensqualität der Bürger nicht übermäßig einzuschränken. „Sanfte Maßnahmen“ erfordern ein genaueres Verständnis der Situation. Die Datenbasis hierfür steht meist nicht in geeigneter Form zur Verfügung. Unser Ansatz liefert nicht nur detaillierte Erkenntnisse zur die Ist-Situation, sondern ermöglicht zudem vorhanden Mittel effizient einzusetzen, um so die größtmögliche Wirkung zur Verbesserung der Luftqualität zu erzielen ohne die Zusammenhänge zwischen Verkehr, Luftqualität und Klima aus dem Auge zu verlieren.“

Hawa Dawa erhält Förderung der European Space Agency zur Entwicklung satellitenunterstützter, dynamischer KI-basierter Luftqualitätsmodelle

Hawa Dawa erhält weitere Förderung von der europäischen Weltraumorganisation, European Space Agency (ESA), für die Arbeit im Bereich der Datenskalenskalierung von Satellitendiensten, um mehr Transparenz bei der Überwachung und Steuerung der Luftverschmutzung in Städten zu schaffen. Das Hawa Dawa-Team befindet sich derzeit mitten in einem erfolgreichen, vollständig finanzierten Projekt, das bei der Identifizierung und Verfeinerung neuer Anwendungen von satellitenunterstützten, erweiterten Luftqualitätsmodellierungs- und Prognosediensten in den Bereichen Verkehrsmanagement, Stadtplanung und Gesundheitswesen unterstützt. Die aktuelle Initiative baut auf Grundlagen auf, die durch Unterstützung und Finanzierung aus dem ESA-BIC Bavaria Programm initiiert wurden. Ein zusätzlicher Fokus liegt auf Anwendungen im Bereich Wirtschaft und Soziales. Weiterlesen