Bienen: Der Einfluss des Klimawandels und ihre Bedeutung für den Menschen

Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ (Albert Einstein, 1949)

Weltweit ist das vermehrte Bienensterben ein Thema. In den letzten Jahren sind die Bienenpopulationen weltweit dramatisch zurückgegangen, so dass heute 40 Prozent der Bienenarten vom Aussterben bedroht sind. In Deutschland hat sich die Zahl der Bienenvölker seit dem Jahr 1960 halbiert. Europaweit ist die Bienenpopulation um fast ein Drittel zurückgegangen.

Doch welche Ursachen hat ein mögliches Bienensterben?

Der zunehmende, menschengemachte Klimawandel hat einen großen Einfluss auf unseren Planeten. Vorgezogene Blütezeiten, längere Wärmeperioden im Winter und plötzliche Temperaturschwankungen in immer kürzeren Perioden sind die Folge. Die Natur kann sich nur schwer darauf einstellen und erholen. Diese schnellen Veränderungen bringen auch den natürlichen Kreislauf der Bienen gehörig aus dem Gleichgewicht. Ein verfrühter Frühling zehrt an ihren Energievorräten und macht sie gleichzeitig anfälliger für Krankheiten und Parasiten.

Doch nicht nur die Auswirkungen des Klimawandel, auch dessen Ursachen, machen es den Bienen schwer, in Zukunft zu überleben. Studien zeigen, dass Umweltbelastungen wie Luftverschmutzung und Feinstaub sind nicht nur eine potenzielle Gesundheitsbelastung für den Menschen darstellt. Auch Bienen können durch Umweltbelastungen gesundheitliche Probleme, wie z.B. Herz- oder Immunsystemschwäche, entwickeln.

Eine weitere mögliche Ursache für das Bienensterben ist die Verstädterung. Immer mehr Straßen und Baugebiete verdrängen ihren natürlichen Lebensraum. Blühende Pflanzen werden entfernt, die Bienen zum Überleben brauchen.

Weshalb sind Bienen so bedeutend für unseren Planeten?

Die symbiotische Beziehung zwischen Bienen und Pflanzen ist sehr wichtig für unseren Planeten und besteht schon seit Millionen von Jahren. 75% der Nahrungspflanzen sind ganz oder teilweise von der Bestäubung der Bienen abhängig wie z.B. Tomaten oder Äpfel. Von diesen Pflanzen ernähren sich Billionen von Tierarten auf der Welt und natürlich auch die menschliche Bevölkerung.

Wenn es also keine Bienen mehr gäbe, gäbe es auch den Großteil der Pflanzen nicht mehr. Sie sind der Hauptgrund für die Artenvielfalt. Infolgedessen wird es für einige Pflanzenfresser auch immer schwerer ihren Nahrungsbedarf durch Obst und Gemüse zu decken. Auch für den Menschen hätte dies gravierende Folgen, denn unsere Ernährung besteht zu einem großen Teil aus pflanzlicher Nahrung an deren Entstehung die Bienen maßgeblich beteiligt sind.

Es steht also außer Frage, dass die Biene für uns Menschen eine sehr wichtige Rolle einnimmt. Kurz gesagt, diese Tiere sind schon jetzt in großer Gefahr und wir Menschen sind größtenteils dafür verantwortlich.

Was können wir tun, um die Situation für Bienen zu verbessern?

Hier ein paar nützliche Tipps:

  • Bienenfreundliche, heimische Pflanzen aussäen
  • Auf Pflanzenschutzmittel verzichten
  • Bienenfreundliche Lebensmittel konsumieren
  • Nistmöglichkeiten für Bienen basteln und aufstellen
  • Regionalen Honig kaufen
  • Bienenpate werden