Weniger N02 auf den Satellitenbildern bedeutet nicht automatisch gesündere Luft

Experten mahnen zur Vorsicht bei der Interpretation von Satellitenbildern. Sie ersetzten keine Schadstoffmessungen nah am Boden, zeigten also nicht, welche Qualität die eingeatmete Luft aufweise, hieß es. Vielmehr sei dort der Schadstoffgehalt in der „Luftsäule“ von unten bis oben erfasst. „Sie sind ein Indiz, jedoch kein Beweis“, sagte Ute Dauert, Fachgebietsleiterin beim Umweltbundesamt.

Ob die Luft in Deutschland durch weniger Fahrten und das vorübergehende Schließen industrieller Anlagen wirklich zeitweise sauberer wird, sei bisher kaum vorherzusagen. Seriös lasse sich der Corona-Effekt auf die Luftqualität nicht schnell messen, erläuterte Dauert. „Man kann sich das erst später angucken, wenn alle Daten wirklich vorliegen“, betonte sie. Andere Faktoren z.B. das Wetter müssen berücksichtigt werden.

Langfristig könne es sogar zu einer negativen Auswirkung auf die Luftqualität und dem Klimaschutz kommen: Die Virus-Krise könnte die des Klimas von der Agenda der Politik verdrängen.

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